KULTUR – RELIGION

 
ORT DER KULTUREN UND RELIGIONEN DER WELT für Münster nach der Idee und Entwurf von Prof. Dr. Z. Peter Pininski.

Kulturelle Konflikte werden im politischen Alltag zunehmend thematisiert- insbesondere der Übergang von traditionellen zu modernen Gesellschaften. Hier geht es um das Verhältnis von Staat und Religion, Bruchlinien zwischen westlichen und nicht-westlichen Weltanschauungen sowie widerstreitenden Religionen und Heilslehren. Es spielen kultur-, werte- und identitätsbezogene Faktoren eine Rolle. Auch die Globalisierung erzeugt neben Wirtschaftsdynamik auch Pluralisierung von Normen und Werten. Vor diesem Hintergrund sind Lösungsansätze vonnöten, damit sich die These vom Kampf der Kulturen nicht als selbsterfüllende Prophezeiung bewahrheitet.

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Surrealistische Fotos - sechziger Jahre

Deutsch - Afrikaner führen einen Gospel-Tanz- Gesang vor.

 Bei der Eröffnung führten Romas einen metaphorischen Tanz vor.



GO WEST ? - Eine Skulpturen-Installation
und Performance in vier Akten.





Z. Peter Pininski:
Gemälde_und_Skulpturen








Der ORT soll in Münster verwirklicht werden. Münster wurde als die Stadt gewählt, die als Ort des Westfälischen Friedens durch den Religionsfrieden geprägt wurde und die dies bis heute kultiviert.

BESCHREIBUNG:
Das Zentrum bildet ein runder Platz, in dessen Mitte ein Feuer brennt. Die ganze Komposition beruht auf aufeinanderfolgenden Kreisen als elementarer Urform mit gleichberechtigter Universalität. In der Kult - und Kulturgeschichte der Menschheit wurde dem Kreis, der auch für die Sonne steht, eine archetypische Bedeutung beigemessen.
Der zentral positionierte Platz bildet die Zone des Menschen. Er wird begrenzt von 14 Mauerabschnitten, auf denen die Artikel der UN- Charta der Menschenrechte zu lesen sind. In den Zwischenräumen werden sakrale Symbole oder Kultur-Artefakte aufgestellt.
Es schließt sich ein Kreis der Erde an in Form eines Erdwalls.
Dahinter befindet sich der Kreis des Baumes als Säulenpappelformation.
Die äußerste Zone ist der Kreis des Wassers.

Der Zugang zum ORT ist nur an einer Stelle möglich Der Wassergraben wird auf aus dem Wasser herausragenden Steinquadern passiert. Die erhöhte Aufmerksamkeit beim Betreten der Steine ist beabsichtigt. Die Konzentration des Besuchers ist eine Form der Vorbereitung auf das Erleben des ORTES. Ebenso wird der Erdwall nicht unterbrochen. Der Besucher muss sich der Anstrengung unterwerfen, diesen auf überdimensionierten Stufen zu bewältigen:Der Geist wird über den Körper beeinflusst.

AUSSTELLUNG: Vom 22. Februar bis 6. April 2010 fand eine Ausstellung mit Begleitveranstaltungen im LWL Landeshaus in Münster statt. Bei ihrer Eröffnung fanden Vorführungen von Vertretern verschiedener Kulturen statt. Der Genfer Cellist Prof. Martin Müller-Weiffenbach hat dazu eine interkulturelle Komposition verfasst und dargeboten. Die Ausstellung begleiteten Vorträge und eine Podiumsdiskussion. Auf letzterer diskutierten Vertreter von Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum zum Thema: Wie viel Raum können Religionen einander geben? (Initiator Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel).

Es wurden studentische Wettbewerbe ausgelobt.
- ein städtebaulich-architektonischer zum Standort und eventuellen Ergänzungsbauten (interkulturelle Biblio- und Mediothek, Konferenzräume, Vorführräume).
- ein Design-Wettbewerb zum Ausstellungsplakat.

Zur Ausstellung waren Texte auf raumhohen Bannern präsentiert. Als Verfasser wurden Dr. Afsaneh Gächter (Teheran und Wien), Dr. habil. Reza Hajatpour (Iran), Prof. Dr. Jürgen Fissler (Berlin), Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, Prof. Dr. Friedhelm Kröll (Wien), Dr. Hans-Gert Pöttering, Dr. Berthold Tillmann und Prof. Dr. Kazuo Sasagawa (Tokio) gewonnen.

Veranstalter der Ausstellung und der begleitender Aktivitäten war die Akademie für Baukultur in Zusammenarbeit mit dem Excellence Cluster ´Religion und Politik´ der Universität Münster. Prof. Dr. Z.P. Pininski ist der Verfasser des Entwurfes vom „Ort der Kulturen und Religionen der Welt“ und kuratierte die Ausstellung.

Kontakt: Prof. Dr. Z.P. Pininski, Burgstr. 38 in 59387 Ascheberg,
Tel. 02593 51 89, mobil Tel. 0163 27 55 167, E-Mail: kontakt@arch-pininski.de