KULTUR – RELIGION
ORT
DER KULTUREN UND RELIGIONEN DER
WELT für Münster..
Kulturelle Konflikte werden im politischen Alltag zunehmend thematisiert- insbesondere der Übergang von traditionellen zu modernen Gesellschaften. Hier geht es um das Verhältnis von Staat und Religion, Bruchlinien zwischen westlichen und nicht-westlichen Weltanschauungen sowie widerstreitenden Religionen und Heilslehren. Es spielen kultur-, werte- und identitätsbezogene Faktoren eine Rolle. Auch die Globalisierung erzeugt neben Wirtschaftsdynamik auch Pluralisierung von Normen und Werten. Vor diesem Hintergrund sind Lösungsansätze vonnöten, damit sich die These vom Kampf der Kulturen nicht als selbsterfüllende Prophezeiung bewahrheitet.
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Ausstellung - Vernissage
Deutsch - Afrikaner führen einen Gospel-Tanz- Gesang vor.
Vertreterinnen von Hinduismus, Islam, Christentum, Judaismus und Buddhismus lesen aus ihren heiligen Texten vor.
Bei der Eröffnung führten Romas einen metaphorischen Tanz vor.
„GO WEST ? ist ein Zwitter zwischen
einer Skulpturen – Installation und einer Performance.
An den Wochentagen bilden die Skulpturen eine Kunstausstellung. Am
Wochenende werden sie zu einer Performance bespielt. Die Skulpturen
verwandeln sich dann in Bühnenbilder, die in eine Interaktion mit den
Schauspielern und dem Geschehen der Performance treten.
Der Inhalt basiert auf den Ausarbeitungen von Z.P.Pininski und auf dem
Buch von Erich Fromm "Haben oder Sein, Die seelischen Grundlagen einer
neuen Gesellschaft“. Des Weiteren auf Gedanken Zeitgenössischer
Vordenker: Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik
für die technologische Zivilisation“, Jeremy Rifkin „Der Europäische
Traum - Die Vision einer leisen Supermacht“, Thimoty Garton Ash „Freie
Welt – Europa, Amerika und die Chance der Krise“, Naomi Klein „No
Logo!“ sowie auf Werken von Gombrowicz und Rozewicz.
ERSTER AKT
ZWEITER AKT
DRITTER AKT
ÜBERGANG ZUM VIERTEN AKT
VIERTER AKT
JOACHIM GAUCK
Gemalt von Prof. Z. Peter Pininski,
2012 (85,5 x 58,5)
Mischtechnik: Aquarell, Guasch, Farbfolien
































Der
ORT soll in Münster verwirklicht werden. Münster wurde als die Stadt
gewählt, die als Ort des Westfälischen Friedens durch den
Religionsfrieden geprägt wurde und die dies bis heute kultiviert.
BESCHREIBUNG:
Das Zentrum bildet ein runder Platz, in dessen Mitte ein
Feuer brennt. Die ganze Komposition beruht auf aufeinanderfolgenden
Kreisen als elementarer Urform mit gleichberechtigter Universalität. In
der Kult - und Kulturgeschichte der Menschheit wurde dem Kreis, der
auch für die Sonne steht, eine archetypische Bedeutung beigemessen.
Der zentral positionierte Platz bildet die Zone des
Menschen. Er wird
begrenzt von 14 Mauerabschnitten, auf denen die Artikel der UN- Charta
der Menschenrechte zu lesen sind. In den Zwischenräumen werden sakrale
Symbole oder Kultur-Artefakte aufgestellt.
Es schließt sich ein Kreis der Erde an in
Form eines Erdwalls.
Dahinter befindet sich der Kreis des Baumes
als Säulenpappelformation.
Die äußerste Zone ist der Kreis des Wassers.
Der Zugang zum ORT ist nur an einer
Stelle möglich Der Wassergraben
wird auf aus dem Wasser herausragenden Steinquadern passiert. Die
erhöhte Aufmerksamkeit beim Betreten der Steine ist beabsichtigt. Die
Konzentration des Besuchers ist eine Form der Vorbereitung auf das
Erleben des ORTES. Ebenso wird der Erdwall nicht unterbrochen. Der
Besucher muss sich der Anstrengung unterwerfen, diesen auf
überdimensionierten Stufen zu bewältigen:Der Geist wird über den Körper
beeinflusst.
AUSSTELLUNG: Vom 22. Februar bis 6. April 2010 fand eine Ausstellung
mit
Begleitveranstaltungen im LWL Landeshaus in Münster statt.
Bei ihrer Eröffnung fanden Vorführungen von Vertretern verschiedener
Kulturen statt. Der Genfer Cellist Prof. Martin Müller-Weiffenbach hat
dazu eine interkulturelle Komposition verfasst und dargeboten.
Die Ausstellung begleiteten Vorträge und eine Podiumsdiskussion. Auf
letzterer diskutierten Vertreter von Buddhismus, Christentum,
Hinduismus, Islam und Judentum zum Thema: Wie viel Raum können
Religionen einander geben? (Initiator Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel).
Es wurden studentische Wettbewerbe ausgelobt.
Diese waren:
- ein städtebaulich-architektonischer zum Standort und eventuellen
Ergänzungsbauten (interkulturelle Biblio- und Mediothek,
Konferenzräume, Vorführräume).
- ein Design-Wettbewerb zum Ausstellungsplakat.
Zur Ausstellung waren Texte auf raumhohen Bannern präsentiert. Als
Verfasser wurden Dr. Afsaneh Gächter (Teheran und Wien), Dr. habil.
Reza Hajatpour (Iran), Prof. Dr. Jürgen Fissler (Berlin), Dr. Ursula
Kleefisch-Jobst, Prof. Dr. Friedhelm Kröll (Wien), Dr. Hans-Gert
Pöttering, Dr. Berthold Tillmann und Prof. Dr. Kazuo Sasagawa (Tokio)
gewonnen.
Veranstalter der Ausstellung und der begleitender Aktivitäten war die
Akademie für Baukultur in Zusammenarbeit mit dem Excellence Cluster
´Religion und Politik´ der Universität Münster.
Prof. Dr. Z.P. Pininski ist der Verfasser des Entwurfes vom „Ort der
Kulturen und Religionen der Welt“ und kuratierte die Ausstellung.
Kontakt: Prof. Dr. Z.P. Pininski, Burgstr. 38 in 59387 Ascheberg,
Tel. 02593 51 89, mobil Tel. 0163 27 55 167, E-Mail:
kontakt@arch-pininski.de

